Pleite!
Wie gut, daß unsere Mittlere nur Zahnputzbecher, Zahnbürste, Zahnpasta und Haarbürste für den neuen Kindergarten brauchte. In zwei Jahren kommt dann die nächste große Schulanfangsrechnung.
Irgendwie leben wir in einem Niemandsland zwischen dem Hier und Dort. Wärend wir hier angefangen haben unser Hab und Gut in Kisten zu packen - und es sind inzwischen doch bestimmt an die 50 fertig gepackte Kisten, die zum Teil auch schon von uns mitgenommen wurden - sind wir in der neuen Wohnung noch kräftig am Werkeln. Vier Tage lang haben wir in der letzten Woche damit zugebracht zu gipsen, zu schleifen und Vorstrich aufzubringen (wärend meine Ma hier zuhause bei den Kindern die Stellung erfolgreich gehalten hat). Tja, und eine große Menge an Farbe haben wir auch schon besorgt. In den nächsten Tagen werden wir dann die Wände malern. In dieser Woche werden die Fliesenleger fertig werden. Wenn wir Dienstag oder Mittwoch mit der Farbe durch sind, dann können die Fußbodenleger und der Tischler loslegen. Tja, und wenn alles gut geht, dann wird die Wohnung in eineinhalb Wochen bezugsfertig sein.
Heute haben wir uns einen fast freien Tag gegönnt. Wir waren nur in einem Baumarkt, um noch fehlende Sachen einzukaufen. (Habe ich bereits erwähnt, dass wir IKEA und div. Baumärkte bald als Nebenwohnsitz anmelden können?) Irgendwie war ich denn auch richtig verkatert von der Anstrengung der letzten Tage und Muskelkater hat sich auch breit gemacht. Morgen feiern wir dann die Hochzeit eines Patenonkels und danach geht es dann wieder zur Sache. Hat noch jemand Lust, beim Streichen zu helfen?
Heute hab ich Himbeer-Muffins gebacken, einfach, weil mir danach war, weil es soviele Himbeeren gibt, trotz der allgemeinen Hitze und zur großen Freude meiner Kinder.

Es waren übrigens die Himbeer-Muffins, die mich hier anfingen ließen Rezepte zu bloggen. Das ganze ist nun gut drei Jahre her.
Wir haben das Buch "Astrid Lindgren-Geschichte in vollen Zügen genossen. Man merkt förmlich die Liebe, die in diese Kindergeschichten mit eingewoben ist und die Sprache ist einmalig schön. (Allerdings ist meine Lieblingsgeschichte nach wie vor "Kerstin und ich" - warum nur?)
Am letzten Samstag haben wir unsere große Abschiedspaty im Garten mit Mitarbeitern und Freunden gefeiert. Etwa hundert Menschen kamen zusammen und es herrschte eine schöne friedliche Athmosphäre über alledem. Der Garten hatte sich in ein Wohnzimmer und in einen Ort des Wohlfühlens verwandelt. Bis Samstagnachmittag hab ich noch an Wimpelketten genäht und die wehen auch jetzt noch draußen friedlich in dem bischen Wind, das da unten im Garten in der Hitze weht. (Mehr Partybilder findet ihr hier.)
segensreiche Zeit, die da hinter uns liegt und auf die wir dankbar zurückblicken und doch fällt es schwer loszulassen. Das hat man davon, wenn man in Beziehungsarbeit investiert und einem die Menschen ans Herz wachsen. Antoine de Saint-Exupéry fällt mir öfter ein mit seinem Satz: "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast!" Und doch gilt es loszulassen und auf das zu blicken, was vor uns liegt. Es werden Freundschaften zu dem ein oder anderen auch trotz der Entfernung bleiben und das ist auch gut so. (Wie bereits erwähnt haben wir nicht umsonst den einen oder anderen zum Paten eines unserer Kinder erklärt!)
Es ist schon interessant, wie der Jugendtag für mich in die Verlängerung ging, weil ich mich noch tagelang mit den Bilden beschäftigt habe. Einige schöne Bilder sind dabei, die die Stimmung des Tages gut eingefangen haben.
Demzufolge war ich sehr froh, daß die Kinder sich wärend des weiteren Programms vor allem auf der Bühne aufhielten, wo nicht nur eine (fast) echte Prinzessin sich gelangweilt auf einem Sofa lümmelte und dem Treiben zusah. Die Kinder lümmelten mit ihr und waren somit an einem schattigen Plätzchen.
Wärend des Gottesdienstes fand der offizielle Teil, unserer Verabschiedung statt. Der Landesjugendpfarrer sprach ein paar Worte ebenso ein Vertreter des Kirchenbezirkes. Ja, und ich war doch mehr als nahe daran doch noch ein paar Tränen zu verlieren, als wir uns für die intensiven Jahre bedankten. Es ist der Abschied von vielen lieben Menschen, der mir/uns doch durchaus schwerfällt.
Der Jugendtag mit einem herrlichen Logo zum Thema "He will rock you!" hatte sich in diesem Jahr ans Mittelalterliche angelehnt und demzufolge gab es jede Menge Ritterspiele.
Als überraschenendes Element durfen mein Schatz und ich an den Spielen selber teilnehmen und so gingen wir als Ritter mit Burgfräulein mit zwei Knappen und einem Herold an den Start - und verlohren hoffnungslos das ausgerufene Turnier (woran Herold und Knappen nicht unwesentlich beteiligt waren...). Der Schwarze Ritter (mein Schatz), der zuvor die Burgfräulein der erschienenen Ritter entführt hatte und diese, bei einem möglichen Gewinn des Turniers, gegen die Hand der hübschen Prinzessin einzutauschen gedachte,
wurde als Verlierer in die Ferne geschickt und bekam, da der Herrscher ja gnädig gesinnt war, eine große Truhe mit Reiseutensilien und Proviant mit auf den Weg. Wir erlebten einen herrlich kurzweiligen Tag und haben es sehr genossen ihn mit uns liebgewordenen Menschen zu verleben. Vielen Dank für alles!