Wo sind all die Kinder hin?
Mit drei Kindern gehören wir in nicht einmal drei Monaten zu den Großfamilien unseres Landes. Das Ideal der deutschen Familie mit zwei Kindern (möglichst als Pärchen) haben wir dann deutlich überschritten und wenn man bedenkt, daß eine deutsche Frau im Durchschnitt kaum mal 1,4 Kinder bekommt, dann habe ich schon mehr als doppelt soviele.
Irgendwie kann ich mich nur ärgern, wie kinderunfreundlich unsere Umwelt und auch die Politik unseres Landes ist. Begreift denn keiner, was das für Folgen hat - für uns alle? Warum werden da die Hebel nicht herumgerissen, sondern stattdessen noch lustig und munter weiter am Erziehungsgeld gekürzt?
Interessant ist das Essay von Frank Schirrmacher "Die Revolution der Hundertjährigen", das der Spiegel heute online setzte.
Auch wenn ich nicht Kinder in die Welt setze, um später meine Rente zu bekommen, halte ich es doch für eine gesellschaftliche Verpflichtung, etwas gegen das Schwinden der Kinder und Jugend zu tun. Und wer selbst keine Kinder bekommen mag, der sollte dann doch wenigstens finanziell noch ganz anders zur Kasse gebeten werden, denn immerhin werden nach wie vor jene benachteiligt, die sich für Kinder entscheiden (und vor allem jene, die sie in den ersten Jahren selbst erziehen wollen).
Irgendwie kann ich mich nur ärgern, wie kinderunfreundlich unsere Umwelt und auch die Politik unseres Landes ist. Begreift denn keiner, was das für Folgen hat - für uns alle? Warum werden da die Hebel nicht herumgerissen, sondern stattdessen noch lustig und munter weiter am Erziehungsgeld gekürzt?
Interessant ist das Essay von Frank Schirrmacher "Die Revolution der Hundertjährigen", das der Spiegel heute online setzte.
Auch wenn ich nicht Kinder in die Welt setze, um später meine Rente zu bekommen, halte ich es doch für eine gesellschaftliche Verpflichtung, etwas gegen das Schwinden der Kinder und Jugend zu tun. Und wer selbst keine Kinder bekommen mag, der sollte dann doch wenigstens finanziell noch ganz anders zur Kasse gebeten werden, denn immerhin werden nach wie vor jene benachteiligt, die sich für Kinder entscheiden (und vor allem jene, die sie in den ersten Jahren selbst erziehen wollen).
tinG - 16. Mär, 13:29
Hmm
Mein Partner hat sich nach seinem zweiten Kind unterbinden lassen. Weil er schlicht kein Geld hatte für ein drittes Kind. Nun ist er mit mir zusammen und manchmal träumen wir davon, wie es wäre, wenn wir auch noch zusammen ein Kind haben könnten.
Bloss, das würde nicht nur an den rein medizinischen Gründen scheitern, sondern schlicht auch, weil wir kein Geld für eine zweite Familie hätten... Wenn ich nicht mehr arbeiten ginge, wüssten wir echt nicht, wovon wir leben sollten... Klar muss die Erstfamilie auch unterstützt werden und da steh ich auch voll dahinter, aber darf darunter der Wunsch nach einer zweiten gemeinsamen Familie leiden? Ich bewundere die Zweitfamilien oder Patchworkfamilien oder wie immer man das nennen mag, die trotzdem noch irgendwo her die Finanzen für ein gemeinsames Kind auf sich nehmen...
Es ist doch schrecklich, wenn ein Kinderwunsch schlicht an den Finanzen scheitert... :-(.
Sicherlich kommt es vor, das ein Kinderwunsch an den fehlenden Finanzen scheitert.
Aber könnte es auch sein, das das lediglich ein Ausrede ist, weil
ein Paar einfach die Strapazen der Erziehung nicht auf sich nehmen will, nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen?
Wenn ich sehe, was einige mir bekannte Leute für ein Haufen Geld für viele unnütze Dinge ausgeben....und dann angeblich kein Geld für ein Kind.
Ist sowieso eine perverse Formulierung, als wenn man ein Kind kaufen wolle.....
Hm,
Das finanzielle ist eine andere Sache. Das ist als Zweitfamilie sicherlich echt ein Problem, denn es ist schon schwierig, wenn einer für zwei Familien das Geld aufbringen soll. (Ist ja oft schon schwierig genug bei einer Familie.)
Und doch würde ich fragen: Was wollt ihr wirklich? Und wie hoch sind eure Ansprüche?
So anspruchsvoll ist ein Zwerg in den ersten jahren nicht, wo er seine Mama noch nötig rund um die Uhr braucht. Uns wird von der Industrie nur immer suggestiert, daß man alles mögliche bräuchte. Das meiste ist überflüssig oder Quatsch. Und über Second Hand kann man vieles sehr gut und günstig anschaffen.
Wir werden mit drei Kindern und vorerst einem Verdiener auch in Zukunft keine großen Sprünge machen können, und dennoch sind wir reich beschenkt und freuen uns an dem, was wir haben. Früher haben sie auch ihre großen Familien unter ganz anderen Bedingungen durchgebracht und in den anderen Ländern der Erde scheint es irgendwie auch zu gehen. Man muß nur ab und zu auch Abstriche bei der Bequemlichkeit und beim persönlichen Luxus machen, den wir uns über die letzten Jahre angewöhnt haben. Das ist zumindest das, was ich mir immer wieder sage, wenn das Geld knapper wird und die eigenen Bedürfnisse zurückgesteckt werden müssen.
Was ist das alles gegen die Chance, daß so ein kleines Wesen leben und zu einer Persönlichkeit heranreifen darf?