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29
Sep
2006

Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film...

"Während ich bereits bei weit geöffneten Fenster im Bett liege, frage ich mich, was Gott eigentlich für mich ist.

Viele meiner Freunde haben sich schon lange von der Kirche abgewendet. Sie wirkt auf sie unglaubwürdig, veraltet, vergilbt, festgefahren, unbeweglich, geradezu unmenschlich und somit haben die meisten sich auch von Gott abgewendet. Wenn sein Bodenpersonal so drauf ist, wie muss er selbst dann erst sein... Wenn es ihn überhaupt gibt. Geh mir weg mit Gott, sagen leider die meisten. Ich sehe das anders.

Egal ob Gott eine Person, eine Wesenheit, ein Prinzip, eine Idee, ein Licht, ein Plan oder was auch immer ist, ich glaube es gibt ihn!

Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film wie „Ghandi“, mehrfach preisgekrönt und großartig!

Und die Amtskirche ist lediglich das Dorfkino, in dem das Meisterwerk gezeigt wird. Die Projektionsfläche für Gott. Die Leinwand hängt leider schief, ist verknittert, vergilbt und hat Löcher. Die Lautsprecher knistern, manchmal fallen Sie ganz aus oder man muss sich irgendwelchen nervigen durchsagen während der Vorführung anhören, wie etwa: "Der Fahrer mit dem amtlichen Kennzeichen Remscheid SG 345 soll bitte seinen Wagen umsetzen..." Man sitzt auf unbequemen, quietschenden Holzsitzen und es wurde nicht mal sauber gemacht. Da sitzt einer vor einem und nimmt einem die Sicht, hier und da wird gequatscht und man bekommt ganzer Handlungsstränge gar nicht mehr mit.

Kein Vergnügen wahrscheinlich, sich einen Kassenknüller wie „Ghandi“ unter solchen Umständen ansehen zu müssen. Viele werden rausgehen und sagen: ein schlechter Film. Wer aber genau hinsieht, erahnt, dass sich doch um ein einzigartiges Meisterwerk handelt. Die Vorführung ist mies, doch ändert sie nichts an der Größe des Films. Leinwand und Lautsprecher geben nur das wieder, wozu sie in der Lage sind. Das ist menschlich.

Gott ist der Film und die Kirche ist das Kino, in dem der Film läuft. Ich hoffe, wir können uns den Film irgendwann in bester 3- D- und Stereo- Qualität unverfälscht und mal in voller Länge angucken. Und vielleicht spielen wir dann ja sogar mit!"

(Harpe Kerkeling)

Ich hab das Buch "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen. Immerhin wohnen wir jetzt direkt am ökumenischen Pilgerweg und theoretisch könnte ich von hier aus nach Santiago de Compostela laufen. (Eines Tages werde ich zumindest den ökumenischen Pilgerweg angehen!)
Das Buch habe ich in den letzten zwei Wochen gelesen und war doch beeindruckt vom Schreibstil und auch von der Idee einfach loszulaufen. Besonders einzelne Passagen, wie etwa die oben zitierte, haben mich schwer beeindruckt. Da steckt viel drin, wo man drüber nachdenken kann. Wie kriegt man die Qualität der einfachen Dorfkinos verbessert? Welche Voraussetzungen braucht es, um den Film als das wirken lassen zu können, wie er gedacht ist? Welche Aufgaben stehen für mich an, die ich doch mit zum Team eines solchen Kinos gehöre? Was bringt die Menschen wieder zum Erkennen und Staunen?

Es klappt!

Gestern kam das lang ersehnte Paket von GMX an und heute war unser lieber Herr (Ex-)Nachbar zu Besuch, um uns wieder an die Welt des Internets anzubinden. Ein Monat ohne Internet geht somit zuende.
Aber ganz ehrlich: Ich hatte so viel zu tun, ich hab es fast nicht vermißt. (Das glaubt mir jetzt bestimmt keiner, oder?) Es gab irgendwie immer genug zu tun und bislang war mir auch noch nicht wirklich langweilig. Der Umzug, das Kistenausräumen und Einräumen der Schränke, die provisorische urbarmachung unserer Gästezimmer im Nebengebäude und die Vor- und Nacharbeiten zum Jugend- und Konfirmandentag haben uns irgendwie genug beschäftigt. Heute war mein Schatz bei IKEA und hat die Schränke fürs Schlafzimmer geholt. Somit können wir jetzt das Chaos in unserem Schlafzimmer angehen. Wie dumm nur, daß div. Einzelteile noch vier Wochen auf sich warten lassen, da sie z.Z. nicht verfübar sind. (Das Spiel hatten wir schon bei dem Hochbett unserer Großen - Es lebe die Planwirtschaft!) Also darf am Wochenende munter geschraubt werden - ein echtes Vergnügen, wenn drei neugierige und hilfswütige Kinder unbedingt mitmischen möchten! Dann bliebe noch zu erwähnen, daß ich supererkältet bin. Wenn ich so aussähe, wie ich mich fühle, dann hätte ich einen Kopf, so groß wie ein Kürbis, und mitten im Gesicht eine große Rübennase. Aber keine Angst, mein Spiegelbild zeigt etwas anderes!

Hallo Du!

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Abenteuer

"Wer heute (...) in Deutschland etwas wirklich Revolutionäres, völlig Ausgeflipptes und absolut Waghalsiges machen will, der sollte albernen Extremsport vergessen und heiraten.
Er sollte zwei Jahrzehnte seines Lebens in die Zukunft investieren, die Ärmel hochkrämpeln und mehrere Kinder großziehen - und zwar erhobenen Hauptes, bitteschön!"

Dr. Peter Aschoff

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Über mich

Ich bin:
33 Jahre alt
Mutter dreier kleiner Mädchen
(8, 6 Jahre und eine halbes Jahr alt)
und eines Jungen (3 Jahre alt)
gebürtig aus Ostwestfalen
seit gut 9 Jahren Wahl-Sachse
engagiert für Jugendarbeit

Ich mag:
fotografieren
basteln, malen und zeichnen
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nähen und patchworken
häkeln
lesen
bummeln (am liebsten allein)
Tee und Cappuccino
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